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Im Weinkeller der Gedankenspiele

Wahrscheinlich verhält es sich mit Gedanken wie mit Weinen:
Mit der Reife werden sie besser. Und Gedankenspiele sind, wie alle Spiele, zeitlos.

Steigen Sie doch mal in unseren Keller und stöbern Sie in Gedanken,
die „schon etwas länger jung sind“. Viel Vergnügen!

Welche Schlüsselkompetenzen braucht es im digitalen Zeitalter?

Eine Replik (deloitte.com/ch)

Interessante Studie. Dass sie allerdings Gesundheit, Kommunikation und Bildung als künftige „Nischen“ für Stellenangebote darstellt, erscheint mir doch etwas knapp beleuchtet.

  1. Die Menschheit in der ersten Welt wird immer älter. Und sie bleibt dabei lange gesund. Doch eines Tages dreht der Wind: Altersheime sind heute keine Hotels für betagte Menschen mehr, die ihren Lebensabend geniessen. Es sind Institutionen, die sich praktisch nur noch pflegeintensiven Aufgaben widmen. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird weiter steigen. Die oft verschwiegene gute Nachricht dabei: Die Wertschöpfung aus Gesundheitsdienstleistungen wird dabei natürlich immens zunehmen.
  2. Kommunikation bleibt wichtig, solange Menschen diesen Planeten bevölkern. Insbesondere die „analoge“ Kommunikation wird an Bedeutung zunehmen. Wenn Beratungsdienstleistungen weiterhin wichtig sein sollen, wie behauptet wird, werden auch künftig Kompetenzen verlangt, die den Umgang mit den Mitmenschen sicherstellen.
  3. Wenn Kreativität und soziale Intelligenz (und deren Umsetzung) immer wichtiger werden, muss es dafür auch Bildungsangebote geben. Genauso für alles andere, was in den nächsten Jahren als Zukunftstrend prognostiziert wird. Also wird Bildung immer ein zentrales Element der menschlichen Arbeitsentwicklung bleiben.

Und ein Input von mir ganz privat: Achtsamkeit, Wertschätzung, Respekt, Anstand, Höflichkeit sind Schlüsselkompetenzen, die einfach nicht aussterben dürfen.

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Schulungsräume der Zukunft

Schulungsräume der Zukunft Dieses Bild von Albert Anker zeigt „Die Dorfschule“ von 1848. Mach Dir mal die Mühe und stell Dir vor, Du würdest von oben auf die Szenerie schauen. Du siehst vorne den Lehrer an seinem Pult, dann reihenweise Schulbänke, in denen die Schulklasse regelrecht eingesperrt ist. Der Lehrer behändigt einen Stock. Ich gehe davon aus, dass dieser nicht zum Zeigen da ist, sondern um dem Bewegungsdrang der Kinder Herr zu werden.

Schulungsräume der Zukunft

Jetzt öffne mal das Internet und such Dir die nächstbeste Location, die Seminarräume vermietet. Du findest sicher ein pdf-Dokument, wo Du eine Aufsicht auf die Seminarräume hast, inkl. möglicher Möblierung. Fällt Dir was auf? Seit 1848 hat sich praktisch nichts an der Einrichtung verändert. Nach wie vor sitzen die Schulungsteilnehmenden in Reihen und starren nach vorne. Wenn Du eine Einrichtung in U-Form findest, ist die Modernität meist schon zu Ende … Nein, das Ganze ist natürlich heute in edlem Design eingerichtet, Marmor und Glas dominieren, und natürlich ist die Seminartechnik von 2017.

Aber immer noch endet der Seminarraum meist 30 cm hinter der letzten Stuhlreihe. Raum ist schliesslich teuer, da kommt es auf jeden Quadratmeter an.

Jetzt mal ganz ehrlich, meine Lieben: Wollen wir das so? Ist moderne Erwachsenenbildung tatsächlich immer noch frontal und lehrerzentriert? Kommt alles Neue und Gute von vorne, und wird über die Wissenshungrigen ausgegossen?

Tatsächlich geht Erwachsenenbildung anders: Auf Augenhöhe zwischen Kursleitung und Teilnehmenden, im Austausch. Jede Person bringt ihr Vorwissen und ihre Erfahrung ein. Erwachsene Lernende wollen (und müssen, rein neurologisch) neues Wissen an bestehendes anknüpfen. Das geht nicht ohne kritische Haltung und entsprechende Interaktion mit der Gruppe. Wir brauchen Platz. Platz, um uns bewegen zu können, um kleine Gruppen zu bilden und um mit anderen Menschen Kontakt aufnehmen zu können als nur mit unseren beiden Sitznachbarn.

Interessanterweise sagen mir die Seminarraum-Besitzer, der Architekt hat uns das so gebaut. Wenn ich mit Architekten spreche, dann höre ich, die Seminarraum-Besitzer wollen das so. Es wird Zeit, dass wir Kursleitenden und in diese Diskussion einbringen. Wir müssen mitteilen, was wir brauchen, um gut bilden zu können. Dabei darf Geld nicht die Hauptrolle spielen.

Methodik und Didaktik haben sich seit 1848 stark verändert. Die Räumlichkeiten und Einrichtungen sollten langsam nachziehen.

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Leidenschaft gegen Vorliebe

Ich sitze bei meinem Lieblingsfrisör auf dem Stuhl und diskutiere mit dem gesamten Team, wie viel Haar ich lassen darf. Die Damen unterstützen mein Vorhaben: kurz – richtig kurz! Der Chef ist entsetzt, wehrt sich mit Händen und Füssen gegen meinen Entschluss. Er hat keine Chance, greift murrend zur grossen Schere. Binnen fünf Minuten schwitzt er und flüstert: “Was hab ich für einen geilen Beruf: Frauen eine neue Identität geben!“

Jetzt sitze ich im Büro der SPIELBAR® und frage mich, wie wohl
meine neue Identität aussieht und was ich damit anstellen soll.

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Moderne Gesellschaft

Wieder einmal schaue ich mir im Fernsehen die Schweizer Tagesschau an. Es wird ein spannender Bericht über eine männliche Persönlichkeit gesendet, kommentiert von einer Frau. Sie erzählt seine Geschichte in Wort und Bild. Auch ein Foto seiner Hochzeit wird gezeigt. Der Kommentar dazu (von einer Frau!): „Seine Frau ist einfache Mutter.“

Mir stockt der Atem, die Nackenhaare stellen sich senkrecht in Reih und Glied auf. In meiner Verwirrung hole ich den Kalender und schaue nach, welches Jahr wir aktuell haben. Nein, ich habe keine Zeitreise in die Vergangenheit gemacht. Aber irgendetwas falsch und zu wenig in Sachen Emanzipation.

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Mit Speck fängt man Mäuse

Wir wohnen sehr ländlich in einem altehrwürdigen Bauernhaus.
Bauernhäuser sind die bevorzugten Lebensräume der gemeinen Feldmaus.
Der Name täuscht!

Tierliebend sein ist nicht gleichbedeutend mit Toleranz gegenüber Mäusen, die sich in unserer Küche wohl fühlen und heimisch niederlassen. Wir springen über unseren Karmaschatten und besorgen Lebendmausefallen.
Binnen 2 Stunden fangen wir acht (8!) Mäuse. Jede einzelne tragen wir sorgsam nach draussen
und lassen sie in gebührender Distanz zum Haus wieder frei.

Am nächsten Morgen sind die Mäuse wieder da. Alle! Die Mausefallen ignorieren sie. Wir wechseln das Lockmittel. Jetzt gibt es keinen Speck mehr, sondern Schokolade. Wir sind wieder erfolgreich! Das Spiel machen wir noch zwei Mal, dann haben wir es dicke. Schweren Herzens und in voller Überzeugung stellen wir um auf Guillotinen. Erfolgreich!

Es dauert genau 3 Tage bis die Mäusewohnung wieder besetzt ist.
Nun wartet die teure, todsichere topsnap-Falle auf sie. Erfolgreich ... Ruhe im Karton ... für 4 Tage. Ende.

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