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Für das Alter
© Marzanna Syncerz - Fotolia.comIn der Betagtenbetreuung kann es nicht mehr alleine um pflegerische Leistungen und körperliche Betreuung der BewohnerInnen gehen. Die psychosoziale Betreuung und Begleitung der Hochbetagten muss als fester Bestandteil der Arbeit angesehen werden.

Das Schlagwort "Lebensqualität" beinhaltet auch, dass der Alltag im Leben der BewohnerInnen wieder mehr Akzente bekommen muss, die nicht nur im Warten auf die Mahlzeiten bestehen. Das Spiel leistet also einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Selbständigkeit und somit zur Erhöhung der Lebensfreude.

Sie werden sich nun fragen: Spielen im Alter – ist das nicht kindisch? Vertrödelt die Betreuungsperson nicht ihre wertvolle Zeit? Die schon länger andauernden Veränderungen des Berufbildes der Betreuungsarbeit und persönliche Erfahrungen beweisen das Gegenteil.

Viele betagte Menschen verbringen ihren letzten Lebensabschnitt in einem Alters- und Pflegeheim. Nur weil es die letzten Jahre sind, müssen die betagten Menschen nicht auf die Passivität reduziert werden. Lange Weile darf und muss sein. Langeweile aber ist ungesund. Auch betagte Menschen wollen ihren Fähigkeiten entsprechend aktiv sein und ihre Zeit als sinnvoll erleben.

Hier kann das Spiel einen wichtigen Beitrag leisten. Das Spiel ist eine wunderbare Möglichkeit, die verbliebenen Fähigkeiten von betagten und dementen Menschen zu erhalten und zu fördern. Spielen aktiviert den ganzen Menschen. Es trainiert Körpergeschicklichkeit, Auffassungsvermögen, Mut, Freude, Kooperation und Eigenständigkeit. Im Spiel werden Erinnerungen wach. Es schafft Gelegenheit für Gespräche und fröhliches Lachen und kann für die Biographiearbeit verwendet werden.

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